19 Haziran 2025 MagazinStar
BAMF diskriminiert türkische queere Asylsuchende – Willkürliche und gezielte Ablehnungen sind ein Skandal“
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Deutschland diskriminiert systematisch türkische LGBT+-Asylsuchende, indem es ablehnt – basierend auf unwahren und verzerrten Begründungen. Diese Entscheidungen gefährden nicht nur das Leben der Antragstellenden, sondern verstoßen auch gegen internationale Menschenrechtsnormen.
Abschiebungsgefahr durch realitätsferne Ablehnungsgründe
Obwohl zahlreiche Berichte die Menschenrechtsverletzungen, körperlichen Angriffe und soziale Ausgrenzung von LGBT+-Personen in der Türkei belegen, ignoriert das BAMF diese Realität. Besonders trans Personen und LGBT-Paare erhalten ablehnende Bescheide, die auf verzerrten und unbegründeten Argumenten basieren.
Die Betroffenen sind einerseits in ihrem Herkunftsland Gewalt und Todesdrohungen ausgesetzt, andererseits wird ihr Recht auf Schutz in Deutschland von Behörden ignoriert. Dies stellt eine systematische Menschenrechtsverletzung dar, die auch international mit Sorge verfolgt wird.
Vorsätzliche Vernachlässigung und Rechtswidrigkeit
Häufige Begründungen in BAMF-Ablehnungen sind beispielsweise Aussagen wie „In der Türkei gibt es Zugang zu Hormonbehandlungen und Gesundheitsleistungen“ – was nicht der Realität entspricht. Tatsächlich haben trans Personen in der Türkei aufgrund rechtlicher und gesellschaftlicher Hürden kaum Zugang zu medizinischer Versorgung.
Auch das Recht von LGBT-Paaren auf gemeinsames Leben und Ehe wird in der Türkei nicht anerkannt, und staatliche Stellen zeigen dokumentierte diskriminierende Haltung. Trotzdem verweigert das BAMF Paaren das gemeinsame Aufenthaltsrecht und droht mit Abschiebung.
Lebensgefahr – Sofortiges Eingreifen notwendig
Diese Politik verletzt nicht nur grundlegende Menschenrechte, sondern gefährdet direkt die körperliche Unversehrtheit der Betroffenen. Angesichts der Bedrohungen und Angriffe in der Türkei verursachen BAMF-Entscheidungen eine moralische Krise, die über juristische Verantwortung hinausgeht.
Unabhängige Untersuchung der BAMF-Entscheidungen durch Menschenrechtsinstitutionen und Prüfung der systematischen Diskriminierungsvorwürfe.
Anerkennung der realen Situation türkischer LGBT+-Asylsuchender bei Antragsverfahren und Aufhebung diskriminierender, unbegründeter Ablehnungen.
Gewährleistung des Schutzrechts unter Berücksichtigung der Risiken und Menschenrechtsverletzungen in der Türkei.
Wenn Deutschland seinen Anspruch als Menschenrechtsverteidiger ernst nimmt, muss es diese rechtswidrigen und gefährlichen Praktiken gegenüber LGBT+-Flüchtlingen sofort beenden. Andernfalls bedeutet dies eine klare Verletzung internationalen Rechts und der Menschenwürde durch staatliches Handeln.
Die Öffentlichkeit, Zivilgesellschaft und internationale Organisationen müssen jetzt aktiv werden und eine klare Haltung gegen die diskriminierenden Praktiken des BAMF zeigen.


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