Spanien schiebt queere Geflüchtete nicht ab – aber was macht Deutschland?

17 Temmuz 2025 MagazinStar

Spanien schiebt queere Geflüchtete nicht ab – aber was macht Deutschland?

Im Süden Europas sticht ein Land hervor, das sich der Achtung der Menschenrechte verpflichtet hat: Spanien. Besonders wenn es um queere Geflüchtete geht, erfüllt die Regierung in Madrid die Anforderungen der Europäischen Menschenrechtskonvention: Sie gewährt Schutz, sichert das Recht auf ein sicheres Leben und schiebt LSBTIQ+-Personen nicht in ihre Herkunftsländer ab.

In Spanien werden LSBTIQ+-Geflüchtete wie Menschen behandelt
Die Asylverfahren in Spanien sind transparenter, die Aussagen der Antragsteller:innen werden als Grundlage anerkannt. Geflüchteten aus Ländern wie der Türkei, in denen das Leben von LSBTIQ+-Menschen bedroht ist, wird in sehr kurzer Zeit Schutzstatus gewährt.

Viele queere Geflüchtete erhalten in Spanien bereits nach wenigen Monaten Asylrecht und damit Zugang zu grundlegenden Menschenrechten: Unterkunft, Gesundheitsversorgung, Arbeitsrecht und ein Leben in Würde.

Und Deutschland? Wendet es queeren Geflüchteten den Rücken zu?
In Deutschland sieht die Lage ganz anders aus. Besonders der Umgang des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit LSBTIQ+-Geflüchteten aus der Türkei sorgt bei Menschenrechtsaktivist:innen für Empörung.

In zahlreichen öffentlich gewordenen Fällen wurden die Asylanträge queerer Geflüchteter mit der Begründung abgelehnt, ihr erlebtes Leid sei „nicht ausreichend belegbar“. Diese Ablehnungen bestehen meist aus Textbausteinen, die persönliche Schilderungen ignorieren – Copy-Paste-Bescheide, die den Menschen ihre Stimme nehmen.

Geflüchtete kommen mit Hoffnung nach Deutschland – und prallen gegen die kalte, bürokratische Mauer des BAMF. Manche von ihnen werden sogar gezwungen, schamlos in die Türkei zurückzukehren – in Lebensgefahr und Hoffnungslosigkeit.

Was Spanien tut, ist Menschlichkeit – was Deutschland tut, ist Verleugnung.
Asyl ist kein Privileg, sondern ein grundlegendes Menschenrecht. Spanien erinnert uns daran.
Und was hat das BAMF in Deutschland vergessen?

Unsere Forderung als Presse ist klar:
Hört auf, queere Geflüchtete zu entrechten.
Queere Geflüchtete kommen nicht nur aus Afghanistan. Während Asylanträge von Afghan:innen fast automatisch akzeptiert werden, lehnt ihr die von queeren Personen aus der Türkei systematisch ab. Das ist offene Diskriminierung – und sie muss endlich aufhören.

Verteidigt das Recht auf Leben.
Überdenkt eure beschämenden Entscheidungen.
Sonst wird die Stimme dieses stillen Leids lauter – wir werden weiter aufdecken und berichten.

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